Die intravitreale Behandlung (Injektion in den Glaskörper) bietet die Möglichkeit, ein Medikament ohne systemische Nebenwirkungen und in hoher Konzentration in das Auge zu bringen. Derzeit gibt es vier verschiedene Medikamente zur Auswahl, die bei unterschiedlichen Erkrankungen besonders im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) eingesetzt werden:
1. Lucentis (Wirkstoff Ranibizumab):
Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration (zugelassenes Medikament)
2. Macugen (Wirkstoff Pegaptanib):
Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration (zugelassenes Medikament)
3. Avastin (Wirkstoff Bevacizunab):
Bei zystoiden Makulaödemen und bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration; bei diabetischer Makulopathie mit Makulaödem, welche nicht mit dem Laser behandelt werden kann (kein dafür zugelassenes Medikament, sog. "off label use", zu dem es hinsichtlich Kostenerstattung und geprüfter Sicherheit Besonderheiten zu beachten gilt)
Die Behandlung erfolgt jeweils ambulant durch Dr. Stefan Häsemeyer in einem dafür entsprechend eingerichteten Operationszentrum in Schriesheim. Nach einer Erweiterung der Pupille und lokaler Betäubung mit Tropfen wird das Auge zu Desinfizierung mit PVP-Jod-Tropfen gespült. Danach erfolgt im Abstand von 3,5 mm von der Hornhaut die Injektion mit einer sehr feinen dünnen Nadel. Dies wird vom Patienten kaum wahrgenommen.
Nach der Behandlung wird der Augeninnendruck und die Durchblutung des Sehnerven kontrolliert. Am nächsten Tag ist dann eine Nachkontrolle in der Augenarztpraxis erforderlich.
In der Regel erfolgt die Behandlung dreimal im Abstand von je sechs Wochen. Der Therapieerfolg wird dabei nach der dritten Behandlung mittels einer Fluoreszenzangiographie überprüft. In manchen Fällen können weitere Injektionen erforderlich sein.
4. Volon A (Wirkstoff Triamcinolon):
Bei diabetischer Makulopathie mit ausgeprägtem Makulaödem, die nicht mit dem Laser behandelt werden kann, bei proliferativer diabetischer Retinopathie (Gefäßneubildungen) mit Rubeosis iridis (Gefäßwucherungen auf der Regenbogenhaut) in Kombination mit weiteren operativen Maßnahmen (kein dafür zugelassenes Medikament, sog. "off label use", zu dem es hinsichtlich Kostenerstattung und geprüfter Sicherheit Besonderheiten zu beachten gilt)
Die intravitreale Injektion mit Volon A wird von der Augenpraxisklinik Heidelberg oder den Universitätsaugenkliniken in Heidelberg und Mannheim durchgeführt.
Sollten Sie Fragen zu diesen Themen haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.



