Unsere Patienteninformationen:
Erkrankungen der Augenlinse

Patientininformation Augenarzt Wiesloch
Patienteninformation

Cataract (Grauer Star)


Information

Die Cataract (grauer Star) ist eine Trübung der Augenlinse. Diese Veränderung betrifft überwiegend Menschen jenseits des 65. Lebensjahres, kann aber auch bereits früher auftreten. Die häufigste Form ist der sogenannte "Altersstar".

Auch Allgemeinerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus, die Einnahme von Medikamenten (z. B. Cortison), Verletzungen, chronische Augenentzündungen können zur Ausbildung eines Cataract führen.

Für den Patienten macht sich der "Graue Star" meist als eine zunehmende Sehverschlechterung bemerkbar, so als würde man "durch eine schmutzige Fensterscheibe nach draußen schauen". Mit einer Sehhilfe – z. B. einer Brille – lässt sich in diesem Fall das Sehvermögen jedoch nicht verbessern, man muss "die Fensterscheibe putzen".

Ein kleiner operativer Eingriff kann in den meisten Fällen zu einer Verbesserung des Sehens und damit zu einer wesentlichen Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt durch einen kurzen operativen Eingriff in örtlicher Betäubung. Dabei wird die eingetrübte Linse in ihrer Hülle, dem Kapselsack, mit Hilfe eines Ultraschallgerätes (Phakoemulsifikation) zerkleinert und dann abgesaugt. In den leeren Kapselsack hinein wird dann die Kunstlinse in der für das Patientenauge passenden Stärke implantiert.

Durch einen feinen Schnitt am Rand der Hornhaut wird mit einem Ultraschallgerät die eingetrübte Linse schmerzfrei zerkleinert und gleichzeitig abgesaugt.

Dieser Eingriff dauert etwa 15 Minuten. Der Patient kann in der Regel anschließend direkt nach Hause gehen. Das operierte Auge bleibt dann für eine Nacht mit einem Verband bedeckt. Dieser wird dann am folgenden Tag bei der Nachkontrolle entfernt.

Die Kunstlinse sitzt nun an der Stelle, an der sich vor der Operation die eingetrübte Linse befand. Der Patient kann nun wieder “klar“ aus dem Auge herausschauen.

Um eine gute Heilung zu gewährleisten, müssen für etwa 2 Wochen Augentropfen oder Augensalbe genommen werden. Die Patienten können allerdings bereits am Folgetag der Operation ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Lediglich stärkere körperliche Belastungen, wie z. B. das Tragen von Lasten o.ä., sollten für eine Woche vermieden werden.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.